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AW: Weniger ist manchmal Mehr


Dieser Artikel ist eine Antwort auf einen Beitrag von Hannes auf durchdensucher.de. Ein Kommentar erschien mir zu lang und daher kommentiere ich direkt als Artikel.

Ich finde, dass ein gewisses Maß an Technik vorhanden sein muss, um in das Hobby Fotografie intensiver einsteigen zu können. Nur durch diese bekommt man den Komfort Einstellungen selbst zu tätigen und so seiner Kreativität mehr Raum zu lassen. Damit meine ich nicht, dass man zig teure Objektive braucht, nein keinesfalls. Du hast da vollkommen Recht. Die Jagd nach neuer, noch besserer und meist teurerer Technik macht einen blind. Ohne das alles sind keine besseren Fotos machbar. Quatsch! Das ist auch ein Grund, warum ich solch technikbezogene Magazine nicht mehr lese, bzw. kaufe. Neue Kamera da, noch weniger Rauchverhalten, Megapixelprotzen: Alles in gewisser Weise nötig, aber nicht ausschlaggebend für eine bessere Wahrnehmung.

Man sollte vielmehr rausgehen und sich auf das wesentliche konzentrieren: Das bewegen in der Natur, der Stadt oder sonst wo. Einfach auf sich fokussiert, den Blick immer konzentriert auf die Motive, die man sieht. Ich habe bei mir selbst beobachtet, dass die Zahl der Auslösungen der Kamera deutlich gesunken ist. Es geht einfach nicht mehr darum, die Speicherkarte zu füllen um im Nachhinein zu schauen ob etwas dabei war. Nein, diese Selektion findet vor dem Auslösen statt. Inwiefern diese eigene Entwicklung allgemein gültig ist, weiß ich nicht.

Hannes Ziel sich auf eine Kamera und zwei Objektive zu beschränken ist sehr gut nachvollziehbar. Ich habe das mehr oder weniger schon realisiert. Kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal auf einer Fototour mehr als zwei Objektive bei hatte. Klar, da kommt dann das Argument, da bin ich ganz ohne Zoom und so eingeschränkt in der Gestaltung. Aber ist das wirklich so? Für mich nicht. In meiner Ausrüstung stecken genau zwei Objektive, das EF 28 f/1,8 und das EF 50 f/1,8 II. Die Einschränkung auf Festbrennweiten ist für mich der größte Gewinn. Die beiden beschränken sich dann auf zwei Kameras, eine analoge EOS 500 und eben meine 50D. Mehr Freiheit kann man nicht haben. Sich selbst bewegen, die Umwelt anders wahrnehmen und vor allem ein kleines Stückchen mit ihr eins werden. Klar wünscht man sich manchmal ein Zoomobjektiv, aber der Wunsch hat sich mit der Zeit enorm reduziert.

Ach so, falls jemand ein EF-S 17-85mm mit Gegenlichtblende benötigt, kann sich gerne melden. Ich hätte eins abzugeben.

Danke für die Aufmerksamkeit.


Kurzlink:


Ein Kommentar zu AW: Weniger ist manchmal Mehr
  1. hAnnes says:

    Hallo Alex,
    danke das du deine Meinung zu diesem Thema geäußert hast!

    Es ist vollkommen legitim (und das gute Recht jeder Person) sich eine gute Kamera+Zubehör zuzulegen, dies stellt mein Artikel auch nicht in Frage, sondern vielmehr das einen die Technik am Ende blind macht, im Bezug auf Motive, Momente und all das drumherum. Hinzu kommt die Einschränkung durch eine fixe Brennweite – man “zwingt” sich selbst genauer hinzuschauen, die interessante Perspektive zu finden. All das ist für mich der eigentliche Spaß am Fotografieren.

    Ich würde mich auch gern auf Objektiv beschränken, habe aber mit der Zeit gemerkt, dass mein fotografisches Interesse auch im kurzen Telebereich liegt. In Zahlen ausgedrückt wären dies 50 sowie 85mm am Kleinbild.

    Eine allgemeingültige Aussage ist meine Meinung natürlich nicht, jeder muss am Ende selbst herausfinden ob einem der Techniküberfluss liegt, oder ob nicht wirklich eine Optik reichen würde?

    Wünsch dir noch eine schöne Restwoche und immer gut’ Licht!
    Hannes

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