Wäre es nicht traumhaft, zum Heißluftballon “zoomen” zu können? Ne, so läuft das bei mir nicht!

Ich glaube, es ist ein dreiviertel Jahr her als ich das letzte Mal ein Zoomobjektiv an meiner Kamera hatte. So richtig bewusst war mir das bis letzte Woche eigentlich nicht. Aber warum? Ich weiß es nicht so recht. Es ist irgendwie so, als hätte ich zwar von diesem „Zoom“ gehört, es aber noch nie probiert.
Klar gab es zur Kamera damals ein Kitobjektiv (17-85mm) dazu und ich benutzte es auch ziemlich oft. Nachdem ich dann beschloss mir das beliebte 50er 1,8 zu kaufen, viel das Kitobjektiv immer mehr in Vergessenheit. Es ist einfach gesagt sehr eindeutig: „Ich vermisse die Möglichkeit des Zoomens nicht; überhaupt nicht.“ Spätestens mit dem Erwerb des 28er 1,8 hat sich dieses „Zoomen“ aus meinen Gedanken, ja aus meinem fotografischen Arbeiten entfernt.
Als meine kleine kompakte Kamera nun endgültig den Geist aufgegeben hatte und es Zeit für eine neue war, kam mir dieses „Zoomen“ in den Sinn. Eine Kompaktkamera mit Festbrennweite? Mit diesem Fakt konnte ich mich nicht anfreunden. Zoom muss vorhanden sein.
Aber warum? Das gehört für mich einfach zu einer Kompaktkamera. Mein Entschluss fiel somit (und auch wegen anderen Gründen) auf die Canon PowerShot S95. Jetzt kenne ich dieses „Zoomen“ zwar wieder, dennoch ist es mir weiterhin fremd. Bei der S95 hat man die Möglichkeit die Brennweite (äquivalent zum analogen Kleinbild) auf 28, 35, 50, 85 und 105mm einzustellen. Was geschah also: Ich stellte mir als erstes die gewohnte Brennweite von 28 oder 50mm ein und begann Fotos zu machen. Das schöne ist, dass ich zwischen den Werten wählen kann ohne das Objektiv wechseln zu müssen. Es wäre doch zu einfach, jetzt einfach mal zu zoomen, wenn der Bildausschnitt nicht passt. Es klappt nicht mehr, ich bin nicht böse darüber. Die Brennweite ist fix und ich bewege mich halt solange, bis mir der Bildausschnitt gefällt. Für das Fotografieren auf der Straße ist die fixe Brennweite eh logisch.
Damit bin ich bei der Beantwortung meiner Aussage. Ohne maschinelles „Zoomen“ nimmt man, meiner Meinung nach, seine Umwelt genauer war. Sich in eine Szene hineinzuversetzen klappt deutlich besser und man denkt, bewusst oder unbewusst, mehr nach bevor der Auslöser gedrückt wird. Mein Körper übernimmt das „Zoomen“ für mich und das wird sich auch mit den quasi neuen Möglichkeiten durch die Kompaktkamera nicht ändern. Die Brennweite ist fix eingestellt, quasi Festbrennweite, den Rest mache ich allein. Erst jetzt ist mir klar, dass „Zoomen“ keineswegs bei einer Kompaktkamera vorhanden sein muss.
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Word!
Ich mag Zoomoptiken (außer im Weitwinkelbereich) auch nicht leiden, irgendwie kein Fisch, kein Fleisch. Die Lichtstärke ist bei f/2.8 oftmals nicht ausreichend, erschwerend kommt – bei günstigen Amateurlinsen – eine weiche Offenblende hinzu.
Aus diesem Grund fotografiere ich sehr gern mit dem 50mm f/1.4. Ab 1.8er Öffnung wird es scharf und zeichnet kontrastreich ab, außerdem bietet es mir eine kurze Nahgrenze wodurch es schon fast in Richtung Pseudomakro tendiert. Dadurch ist es die ideale Begleitlinse. Dennoch habe ich Blasphemie in doppelter Hinsicht betrieben: ein Sigma 10-20 wurde angeschafft…
Aber muss sagen das dieses Zoomlinschen anders ist, denn es macht dank 10mm Brennweite am Crop sehr viel Spaß und gibt dynamische Szenen.
Du hast recht, im Weitwinkel sind sie durchaus reizvoll, aber da trau ich mich nicht so recht ran.